Warum Sie sich für eCommerce Fulfillment einen Partner suchen sollten

Das digitale Zeitalter macht es Innovationen ziemlich leicht. Wer eine hammermäßige Idee hat, der ist heute längst nicht mehr von Fernsehwerbung oder Zeitungsannoncen abhängig. So lässt sich bereits mit einfachen Online-Marketing-Maßnahmen viel bewegen. Nicht zuletzt deshalb tendieren viele Internet-Start-ups und kleine Shops dazu, am Anfang die Kosten gering zu halten und alle Bereiche selbst zu managen. Darunter auch die Logistik. Sprich das, was dafür sorgt, dass das Produkt letztlich beim Kunden landet. Und genau hier liegt ein weit verbreiteter Irrglaube vor. Wer nämlich glaubt, bei seinem eCommerce Fulfillment ohne Partner Geld einzusparen, der muss entweder ein Planungsgenie sein oder hat bei seiner Rechnung etwas Entscheidendes vergessen, das später definitiv teuer wird.

In unserem heutigen Blogbeitrag wollen wir uns mit dem Thema eCommerce Fulfillment deshalb detailliert auseinandersetzen. Nicht nur wollen wir Ihnen dabei zeigen, worum es dabei überhaupt geht, sondern auch die Möglichkeiten besprechen, die Sie hier haben.

Was ist eCommerce Fulfillment überhaupt?

Hinter dem Begriff „eCommerce“ verbirgt sich der englische Begriff „commerce“ für „Handel“, bzw. „Handelsverkehr“ sowie das „e“ für elektronisch. Es geht also um eine elektronische, bzw. digitale Geschäftsabwicklung. Sprich den Handel über das Internet, bzw. im Internet.

Auch bei „Fulfillment“ lohnt der Blick auf die wörtliche Übersetzung, die „Erfüllung“ lautet. Und zwar im Sinne von Erfüllung eines Vertragsgegenstandes, der beispielsweise bei einem Kauf in einem Internet-Shop entsteht. Zum Fulfillment ist ganz konkret die Annahme der Bestellung, die Logistik, bzw. das Warenmanagement im Lager, sowie die Lieferung zu zählen.
Zusammengenommen meint „eCommerce Fulfillment“ also die Erledigung der gesamten Logistik für einen auf das Internet fokussierten Shop (Online-Shop).

Welche Möglichkeiten hat ein Online-Shop beim eCommerce Fulfillment?

Schauen wir darauf, wie genau ein Online-Shop erreichen kann, dass seine Waren auch heil, zeitgemäß und ohne Lieferengpässe beim Kunden ankommen. Und hier kristallisieren sich sehr schnell gleich drei Optionen heraus. Diese lauten:

  1. Sich um alles selbst kümmern (= self-fulfillment)
  2. Als eine Art Mittelsmann auftreten und die Bestellung weiterreichen (= dropshipping)
  3. Das komplette Fulfillment auslagern

Schauen wir hierzu also kurz etwas genauer auf die einzelnen Punkte und ihre Vor- und Nachteile.

(1) Sich um alles selbst kümmern

Wer die gesamte Verantwortung selbst in die Hand nimmt, der behält natürlich auch die Kontrolle über alles. Um hier allerdings auf lange Sicht gesehen alles richtig zu machen, brauchen Sie nicht nur viel „Man-Power“, sondern müssen sehr viel Zeit aufwenden. Hinzu kommt der Faktor, dass Personal und Lagerräume Geld kosten. Und gerade bei Start-ups mit wenig Erfahrung ist es mitunter sehr schwer, immer das richtige Maß im Einkauf zu finden. Ladenhüter, die ihr Lager verstopfen, können ähnlich teuer werden wie Lieferengpässe wegen eines unterschätzten Ansturms auf ein Produkt. Im schnelllebigen, digitalen Zeitalter verzeihen Kunden es nämlich nicht so ohne Weiteres, anstelle von ein bis zwei Werktagen auf einmal eine Woche auf ihre Ware warten zu müssen.
Zusammengefasst: wer sich um alles selbst kümmert, der kann am Ende das meiste Geld sparen. Das geht allerdings zu Lasten von viel Zeit und Arbeitsaufwand. Ressourcen, die gerade bei kleinen Unternehmen anderswo besser aufgehoben sein dürften.

(2) Als eine Art Mittelsmann auftreten und die Bestellung weiterreichen

Das sogenannte Drop-Ship-Model sieht vor, dass Sie als Online-Shop erst dann in den Einkauf gehen, wenn eine Bestellung bei Ihnen eingeht. Damit es dadurch aber nicht zu langen Lieferzeiten kommt, brauchen Sie hier einen Partner, der die Ware nicht nur vorrätig hat und lagert, sondern auch den unmittelbaren Versand zum Kunden durchführt. Das könnte einerseits der Hersteller direkt sein, für den Sie dann als eine Art Mittelsmann auftreten, oder eine Firma, die Sie hierfür eigens beauftragen. Der Vorteil liegt natürlich darin, dass Sie sich voll und ganz auf das Marketing konzentrieren können und nach getätigter Kundenbestellung keinerlei Aufwand mehr haben.

Problematisch sind aber auch hier gleich mehrere Punkte. Erstens ergibt sich Ihr Profit aus dem Preis, den Sie beim Kunden verlangen, minus den Preis, den Sie selbst dem „Dropshipper“ pro Produkt und Aufwand bezahlen müssen. Und hier ist, sofern Sie mit anderen Wettbewerbern konkurrieren wollen, eben keine allzu große Marge möglich. Und zweitens können Sie hier schon alleine deshalb keine unschlagbaren Preise ausrufen, weil Aspekte wie Mengenrabatte etc. hier gar nicht möglich sind.
Nichtsdestotrotz können Sie auch mit dieser Methode gutes Geld verdienen. Vorausgesetzt Ihre Online-Marketing-Maßnahmen greifen und Sie können auch eine entsprechend hohe Anzahl an Bestellungen pro Monat weiterreichen.

(3) Das komplette Fulfillment auslagern

Last, but not least, können Sie auch direkt das gesamte Fulfillment auslagern. Und das ist für das eCommerce Fulfillment von kleinen Unternehmen, Start-ups oder Unternehmen, die generell noch am Anfang stehen, in unseren Augen die beste Option.
Denn: auch hier bezahlen Sie in der Regel zusätzlich zu einer monatlichen Pauschale im überschaubaren Rahmen nur pro ausgeführte Bestellung. Das bedeutet, dass eine externe Firma sich um Ihre gesamte Logistik kümmert, den Einkauf regelt, den Versand abwickelt, und sogar die Reklamationen bearbeitet. Auch hier können Sie sich also voll und ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, nämlich Ihr Produkt bekannter machen und so Wachstum anstreben. Jedoch sind Sie nicht auf eine Art Provision bei einem Hersteller angewiesen, sondern bleiben zu 100% unabhängig. Und wenn das Wachstum erst einmal richtig große Ausmaße angenommen hat, können Sie jederzeit in Erwägung ziehen, das Fulfillment fortan alleine zu übernehmen.

Zusammengefasst sind genau das die Gründe, weshalb Sie sich für Ihr eCommerce Fulfillment zunächst einmal einen starken Partner suchen sollten. So behalten Sie von Anfang an die Kontrolle, müssen sich aber zumindest über einen entscheidenden Aspekt, nämlich den Weg von Ihrem Produkt zum Kunden nach Hause, keine Gedanken machen. Denn schließlich ist hier keine riskante Investition erforderlich (für Lagerräume, Personal, WMS Software oder ähnliches), sondern all diese Faktoren werden durch Ihren professionellen Partner bereits in der monatlichen Pauschale abgedeckt.

Fazit

In unserem heutigen Blogbeitrag haben wir Ihnen gezeigt, wieso Sie sich für Ihr eCommerce Fulfillment unbedingt einen starken Partner suchen sollten – gerade, wenn Sie noch am Anfang stehen.

Haben Sie bereits einen starken Partner gefunden? Wenn ja, wie bewerten Sie diesen Schritt gegenüber den anderen beiden Optionen? Wenn nein, was waren die Argumente, die Sie davon abgehalten haben?
Hinterlassen Sie uns doch einen Kommentar mit Ihrer persönlichen Meinung zu diesem spannenden Thema. Und wenn Sie noch keinen starken Partner für Ihr eCommerce Fulfillment gefunden haben, dann kontaktieren Sie uns hierzu doch ganz unverbindlich über dieses Kontaktformular.