E-Commerce-Fulfillment-Service

Fulfillment in der Logistik – Kommissionieren gehört dazu

Immer mehr deutsche Bürger kaufen im Internet ein. Der Anteil der Onlinekäufe am Volumen des gesamten Einzelhandels betrug im Jahr 2016 mehr als 12 Prozent (Quelle. Statista.com Your text to link…). Auch im B2B-Bereich wachsen die Umsätze, die im Internet generiert werden. Handelsunternehmen – egal, ob sie traditionell direkt mit dem Käufer im Ladengeschäft interagieren oder ihre Ware im Internet präsentieren, sind Profis in der Kundenakquise, im Marketing und im Vertrieb. Das Zusammenstellen von Lieferungen, das Verpacken und der Versand gehört in der Regel nicht zu ihren Kernkompetenzen. Erfolgreiche Onlinehändler übergeben diese Aufgaben daher an einen externen Partner – je nach ihren Ansprüchen. Fulfillment gewinnt im schnellen Geschäft des Internethandels immer mehr an Bedeutung, effizientes kommissionieren der Pakete gehört dazu.

Unterschiedliche Anforderungen an den Dienstleister

Spezialisierte Logistikunternehmen bewiesen sich in den letzten Jahren als hervorragend geeignete Dienstleister für den Versandhandel, schließlich kennen sie sich mit Warenlagerung, Kommissionierung und Versand bestens aus. Ihre Erfahrungen mit Just-in-Time-Lieferungen sowie der Zusammenstellung von Artikeln stammen aus der Zusammenarbeit mit Industriekonzernen und Großhandelsketten mit hohen Anforderungen an Effizienz und Zuverlässigkeit. Doch der Onlinehandel stellt spezielle Aufgaben an die Logistiker:

  1. Die Lieferungen der Onlinehändler an ihre Kunden sind in der Regel bedeutend kleiner als an Großkunden. Damit sinkt die Zahl der Artikel je Package, die Menge der Aufträge steigt.
  2. Für die Kommissionierung – also die Zusammenstellung einzelner Artikel zu einer Lieferungen nutzen gewerbliche Kunden oft standardisierte Picklisten, da die Zubehörteile für bestimmte Produkte immer gleich sind. Im sehr individuellen Versandhandel ist ein sehr flexibles Kommissionieren gefragt. Schließlich ist die Onlinebestellung des Käufers Grundlage für die Auslieferung.
  3. Eine ansprechende Präsentation der Artikel gehört zum guten Ton im Einzelhandel. So gewinnt im Internetgeschäft auch das Konfektionieren an Bedeutung, mit der sich Produkte veredeln lassen. Verkaufsfördernd werden zu bestimmten Themen Bundles zusammenstellt, zum Beispiel als Sonderangebot oder Geschenkaktion. Viele Händler lassen Sets machen zum Weihnachtsfest, zum Valentinstag oder auch zu Events wie der Fußball-Weltmeisterschaft.

In den letzten Jahren geht der Trend im E-Commerce zum Fulfillment. Das bedeutet, dass der dienstleistende Logistiker die gesamte Kette der Auftragsabwicklung übernimmt. Er lagert die Produkte, bietet das Konfektionieren von Bundles an, übernimmt die Kommissionierung der Pakete und deren Versand. Auch die Überwachung der Bezahlung sowie die Bearbeitung von Rücksendungen können zu seinen Aufgaben zählen. Fulfillment umfasst außerdem die Betreuung des Warenwirtschaftssystems sowie die Pflege des Online-Shops.

Kommissionieren und Versenden durch einen Dienstleister bringt viele Vorteile

Mit der Auslagerung der genannten Prozesse kann sich der Händler im Internetgeschäft darauf konzentrieren, was er am besten kann: Kunden werben und Waren oder Dienstleistungen verkaufen. Kreativität, Menschenkenntnis und Überzeugungskraft zeichnen gute Verkäufer aus – mit ihrem Engagement und ihren Ideen sorgen sie für Umsatz. Damit sie sich darauf konzentrieren können, übernimmt der Dienstleister den administrativen Teil des Geschäfts. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Der Onlinehändler behält seine schlanke Struktur. Lager- und Personalkosten entfallen, um Verpackungsmaterial muss er sich nicht kümmern. Die je nach Vertrag anfallenden Ausgaben für den Dienstleister sind planbar und orientieren sich am Umsatz.
  • Computergestützte Auftragsabwicklung und Automatisierungen in der Logistik gewähren ein effizientes Kommissionieren, Etikettieren und Versenden. Das sichert kürzeste Lieferzeiten und minimiert die Anzahl von fehlerhaften Sendungen.
  • Logistiker verfügen über ausgefeilte Warenwirtschaftssysteme, die stets für einen ausreichenden Lagerbestand, für korrekte Inventurwerte und pünktliche Lieferungen sorgen.
  • Die in der Branche bereits übliche Sendungsverfolgung und das mögliche Tracking des Pakets wird Teil des eigenen Kundenservices.

Onlinehandler, gerade wenn sie ihr Geschäft beginnen, sollten ihren Auftrag an den Logistiker exakt auf ihren Bedarf abstimmen.Kurz nach dem Start möchten die meisten Existenzgründer so viel wie möglich selbst erledigen. Doch insbesondere die administrativen Aufgaben kosten viel Zeit und Nerven. Es lohnt sich, frühzeitig über ein Outsourcing dieser Tätigkeiten nachzudenken.

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