Paper boxes in a shopping cart on a laptop keyboard. Ideas about e-commerce, e-commerce or electronic commerce is a transaction of buying or selling goods or services online over the internet.

Kommissionierung ist eine logistische Herausforderung, die man vor allem als Online-Händler effizient bewältigen muss. Einfach gesagt ist die Kommissionierung von Waren dafür verantwortlich, dass beim Endkunden der richtige Artikel ankommt. Kommissionierer stellen im Lager Waren aus dem Gesamtsortiment entweder einstufig oder mehrstufig zusammen, damit diese versandt werden können. Dafür werden, je nachdem wie stark automatisiert ein Lager ist, Menschen oder Roboter zur Kommissionierung eingesetzt. 

Was ist der Unterschied zwischen einstufiger und zweistufiger Kommissionierung? 

Bei der einstufigen Kommissionierung wird jeder Kundenauftrag einzeln zusammengestellt. Das funktioniert entweder durch parallele Kommissionierung, also die Aufteilung auf verschiedene Kommissionierungszonen und die gleichzeitige Bearbeitung, oder durch serielle Kommissionierung, also die Staffellauf-ähnliche Übergabe von einem Kommissionierer zum nächsten, bis alle Bestellpositionen erledigt sind. 

Bei der zweistufigen Kommissionierung wird eine große Bestellmenge eines bestimmten Artikels gleichzeitig und parallel erledigt. In der Praxis heißt das, mehrere Aufträge werden zu einem Gesamtauftrag gebündelt, erst dann kommissioniert und später auftragsorientiert verpackt. Dabei wird eine Sortierinstanz nachgeschaltet. 

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Welche Kommissionierungsverfahren gibt es?

Pauschal kann man nicht sagen, welches Kommissionierungsverfahren das Beste ist. Der Ablauf der Kommissionierung hängt sowohl von Größe, Gewicht und Beschaffenheit der Waren als auch vom Automatisierungsgrad des Lagers ab. Man unterscheidet zwischen drei wichtigen Kommissionierungsverfahren: 

  1. FIFO-Verfahren (First in, First Out): Die zuerst eingelagerte Ware muss auch als Erstes kommissioniert und ausgelagert werden. 
  2. FEFO-Verfahren (First Expired, First Out): Waren werden nach Mindesthaltbarkeitsdatum sortiert, damit keine Produkte verderben. 
  3. LIFO-Verfahren (Last In, First Out): Bei Waren, die lange gelagert werden können, wie zum Beispiel Baumaterial, wird dieses Kommissionierungsverfahren eingesetzt. Die zuletzt eingelagerten Waren befinden sich im Regal ganz vorne, deswegen werden sie zuerst ausgeräumt. 

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Die zwei wichtigsten Kommissionierungsmethoden: 

  1. Ware-zum-Mann-Kommissionierung: Mittels Fördertechnik gelangt die Ware direkt zum Kommissionierer. Am Kommissionierungsplatz empfängt der Kommissionierer die Ware und entnimmt die vom Warehouse Management System [Warehouse Management] vorgegebene Menge. Die Fördertechnik transportiert leere oder mit Restmengen beladene Behälter zurück ins Lager.
  2. Mann-zur-Ware-Kommissionierung: Der Kommissionierer begibt sich zum Lagerplatz und entnimmt die benötigte Ware vor Ort, meistens ohne automatische Hilfsmittel. Diese Kommissionierungsmethode eignet sich für kleine Waren von geringem Gewicht. Bei mehrstufiger Kommissionierung funktioniert die Mann-zur-Ware-Kommissionierung auch in großen Distributionszentren. 

Ware-zum-Mann-Kommissionierung vs. Mann-zur-Ware-Kommissionierung: Pros und Contras

Die Ware-zum-Mann-Kommissionierung hat den Vorteil, dass viele Wegzeiten eingespart werden und die Kommissionierleistung wie das Artikelspektrum sehr hoch sind. Außerdem ist diese Kommissionierungsmethode nicht sehr anfällig für Fehler und ermöglicht dem Lagerpersonal einen ergonomischen Arbeitsplatz. Allerdings ist die Ware-zum-Mann-Kommissionierung sehr kostspielig und wenig flexibel: Durch die Abhängigkeit von automatisierten Regal- und Entnahmesystemen bedeuten technische Probleme den absoluten Stillstand.

Die Mann-zur-Ware-Kommissionierung besticht dagegen vor allem durch ihre geringen Kosten. Solange die Kommissionierungswege optimiert werden, ist es trotzdem möglich, mit dieser Methode eine hohe Kommissionierleistung zu erreichen. Bedenken sollte man jedoch, dass Lagermitarbeiter sich durch die längeren Wegzeiten bei ihrer Arbeit mehr anstrengen müssen. Der Arbeitsplatz der Kommissionierer ist nicht ergonomisch. 

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Eine Frage der Technologie: So kann Kommissionierung im Lageralltag aussehen

Pick by Paper

Pick by Paper ist das klassischste aller Kommissionierverfahren: Lagerplatz, Artikelnummer und Menge werden auf einem Zettel vermerkt. Kommissionierer suchen per Hand nach Artikeln und haken sie auf einer Liste ab. Auch wenn Pick by Paper etwas aus der Mode kommt, hat es den Vorteil, dass keine hohen Investitionen nötig sind, weswegen es in kleinen Lagern nach wie vor angewendet wird. Der größte Nachteil besteht in der niedrigen Kommissionierungsleistung und dem hohen Fehlerrisiko.

Pick by Light

Pick by Light ist ein optisches, belegloses Kommissionierungsverfahren. Direkt am Lagerplatz werden leicht lesbare Lichter angebracht, die anzeigen, wo die nächste Einheit kommissioniert werden soll. Zusätzlich gibt ein Display die Anzahl der Einheiten an, die gepickt werden müssen. Nach der Entnahme der Waren bestätigt der Kommissionierer den abgeschlossenen Vorgang durch Knopfdruck und das Signal wird unterbrochen. Pick by Light wird für eine hohe Kommissionierungsgeschwindigkeit bei niedriger Fehlerrate eingesetzt. 

Pick by Voice 

Pick by Voice ist ein sprachgestütztes, belegloses Kommissionierungsverfahren. Der Kommissionierer hat beide Hände für seine Arbeit frei, da ein WMS ihm sämtliche Aufträge per Voice-Client übermittelt. Nach der Quittierung wird der erfolgte Auftrag an das Warehouse Management System zurückgeleitet. Durch Pick by Voice steigt die Kommissionierleistung bei geringen Fehlerquoten.

Pick by Terminal

Pick by Terminal bedeutet Datenübertragung per Funk zu einem Terminal. Der Terminal lässt sich einfach bedienen, sodass Kommissionierer nicht erst eingelernt werden müssen. Die Fehlerquote ist niedrig, solange keine Sprachbarriere vorhanden ist. Pick by Terminal eignet sich vor allem für große und sperrige Güter. 

Pick by MDE/ Pick by Scan

Pick by MDE bedeutet, dass Mitarbeiter sich mit mobilen oder Stapler-Terminals durch Lager bewegen, um Daten zu erfassen. Die Kommissionierliste wird dem Lagerpersonal vom WMS aus direkt auf ihren MDE-Geräten angezeigt. Das MDE-Gerät bestätigt entnommene Artikel, es ist aber auch möglich, Fehler- oder Nullmengen dort einzugeben; so kommt es zu wenig Pickfehlern. Mithilfe des Warehouse Management Systems lässt sich auch der aktuelle Status der Kommissionierung verfolgen. Allerdings bedeuten die MDE-Geräte eine vergleichsweise hohe Investition und die Kommissionierung erfolgt immer noch von Hand.

Pick by Point

Pick by Point funktioniert durch Lasersignale. Der Laser befindet sich am jeweiligen Regalgang und zeigt dem Kommissionierer an, in welchem Fach sich die gewünschte Ware befindet. Der Lasersensor bestätigt die Entnahme der Ware, bei Pickfehlern ertönt ein Warnsignal. Pick by Point bringt jedoch hohe Installations- und Wartungskosten mit sich.

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