On Demand Shopping ist für den Einzelhändler eine Herausforderung – denn durch technologischen Fortschritt haben Konsumenten andere Erwartungen an ein Kauferlebnis: Eine große Auswahl an Produkten muss möglichst schnell, einfach und günstig verfügbar sein. Ob der Anbieter nun ein großes E-Commerce Unternehmen mit entsprechend angelegter Infrastruktur oder „nur“ ein Ladengeschäft mit zusätzlichem Online-Versand ist, spielt für den Kunden leider keine Rolle. 

Warehousing und Fulfillment 

Was auch heißt: Produkte, die zwei Tage oder sogar länger bis zur Lieferung brauchen, kommen meistens zu spät. Wenn der Händler Expresslieferung und kostenlose Retouren nicht leisten kann, bestellt der Kunde eben bei der Konkurrenz. Wer da mithalten will, muss entweder die Logistik und vor allem das Warenlager modernisieren oder aber diese Aufgabe an ein Partnerunternehmen abgeben. Wenn sich Ihr Ladengeschäft in städtischer Umgebung befindet und Sie Wert auf Kundennähe legen, sollten Sie sich mit Microfulfillment befassen. 

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Was ist Microfulfillment?

Fulfillment bezeichnet den logistischen Prozess der Auftragsabwicklung: Von Entgegennahme der Bestellung, bis hin zu Verpackung, Versand, Retourenmanagement und Kundensupport. Microfulfillment ist, einfach gesagt, Fulfillment auf einer kleineren Skala. Zwar kann man das in Zahlen nicht klar abgrenzen. Aber sind die Lagerräumlichkeiten ca. zwischen 50 m2 und 1000 m2 groß, spricht man von Microfulfillment. Sind die Räumlichkeiten größer, handelt es sich um ein kleines, aber herkömmliches Fulfillment Center in Deutschland. Der wichtigste Unterschied zwischen Fulfillment und Microfulfillment liegt jedoch darin, dass Microfulfillment von Kundennähe und einem dezentralen Standort lebt.  

Microfulfillment: Effizient und im Mini-Format

Ziel beim Microfulfillment ist ein logistisches Mini-Hub, das zur Lagerung und Kommissionierung von Artikeln genutzt wird. Der Name ist Programm: Diese Mini-Hubs brauchen so wenig Platz, dass nicht wenige in das Hinterzimmer eines Ladens passen. Alternativ kann man als Einzelhändler den Mini-Hub in einem Fulfillment Center in der Nähe integrieren. Die geringe Fläche bedeutet in erster Linie geringe Lagerkosten. Aber wie bedient man einen Mini-Hub?

Warehouse und Fulfillment Services kompakt 

Zum Einsatz kommen moderne Automatisierungs-, Roboter- und Softwaretechnologien: Das Kommissionieren von Hand wird durch die effiziente künstliche Intelligenz ersetzt und Bestellungen können schnell abgearbeitet werden. Gleichzeitig sparen Einzelhändler hohe Mietkosten von Lagerräumen, bieten ihren Kunden aber trotzdem On Demand Shopping und stärken ihren Markenwert. Gleichzeitig nimmt die Abhängigkeit von On Demand Shopping-Anbietern ab. Praktisch, oder? 

Ist Microfulfillment nachhaltig? 

Ja – in den meisten Fällen ist Microfulfillment nachhaltiger als herkömmliches Fulfillment. Denn Microfulfillment zeichnet sich durch kurze Lieferwege aus, was weniger CO2-Ausstoß bedeutet und auch die städtische Infrastruktur entlastet. 

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Microfilfillment. Für wen ist es geeignet? 

Auch wenn die Fakten auf den ersten Blick ziemlich überzeugend klingen, ist Microfulfillment dennoch nicht für jede Branche und jedes Einzelhandelunternehmen das Richtige. Es kommt darauf an, ob der Standort des Unternehmens und des Lagerraums sich kundennah und in der Stadt befinden soll. Besonders beliebt ist Microfulfillment im Lebensmitteleinzelhandel, da dort erstens das Bedürfnis nach On Demand Shopping ansteigt und zweitens auch die Frische der Ware und die Kundennähe von Bedeutung sind. Aber auch die Pharmabranche setzt zunehmend auf Microfulfillment, um Medikamente möglichst schnell im städtischen Raum zu vertreiben. 

Vorteile von Microfulfillment 

∙ Große Logistikzentren können nicht über Nacht entstehen, ein Micro-Hub lässt sich hingegen sowohl flexibel als auch schnell starten.

∙ Flächen in der Stadt werden mit Microfulfillment attraktiver und günstiger, während der Platz für große Fulfillment Center auf dem Land immer rarer und teurer wird. Es lohnt sich auch, Ladenflächen zu teilen und sie partiell in Lagerflächen umzuwandeln.

∙ Die Automatisierungs- und Robotertechnologie im Microfulfillment ist eher neu, wird aber stetig weiterentwickelt. Es ist also von Vorteil, sich jetzt schon mit diesem Fortschritt auseinanderzusetzen. 

Contras von Microfulfillment 

∙ Auch wenn Microhubs ziemlich praktisch sind, bieten sie selbstredend nicht viel Lagerkapazität. Da Produktvielfalt im E-Commerce das A und O ist, kann das dazu führen, dass wenige Einheiten pro Artikel vorhanden sind. Wird ein bestimmtes Produkt während eines Peaks öfter gekauft, könnten Sie unter Zugzwang geraten.

∙ Nur eine kleine Anzahl an Bestellungen kann auf einmal bearbeitet werden, da die Kommissionierung der Online-Bestellungen nicht den Bestand des physischen Geschäfts beeinträchtigen darf. 

Die drei wichtigsten Varianten des Microfulfillments

  1. Klassisches Fulfillment: Das Microfulfillment wird in einem typischen Lager betrieben, aber in urbaner Umgebung und in kleinem Format (unter 2000 m2). 
  2. Stationäres Fulfillment: Ladengeschäfte werden in das Fulfillment von Online Shops eingebunden. 
  3. Nanofulfillment: Anbieter besitzen und kontrollieren die vollständige Lieferkette. Dazu gehören Räumlichkeiten, Software und Kurierflotte. 

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Typische Herausforderungen im Microfulfillment 

∙ Hohe Kapitalbindung: Sie sollten daher die Kosten stets im Blick behalten: Neben all den Standorten müssen Sie auch Kurierdienste anbinden. Lokale Transportunternehmen sind für diese Aufgabe meistens wesentlich besser geeignet. Denn große KEP-Dienstleister fahren Pakete, die in der Stadt bestellt werden, nicht direkt zum Kunden, sondern bringen Sie zu einem Fulfillment Center außerhalb, nur um am Folgetag in bestimmter Reihenfolge die Lieferadressen abzufahren – was ineffizient wäre.

Integration und Optimierung: Bei stationären Ladengeschäften müssen ERP- und Warenwirtschaftssysteme direkt integriert werden. Außerdem gilt es, die Abläufe im Ladengeschäft zu optimieren – während Verkaufsflächen auf eine möglichst lange Verweildauer ausgelegt sind, sollten Lagerflächen schnelle Abläufe möglich machen. Neu organisieren sollten Sie auch das Bestandsmanagement mit Augenmerk auf den Echtzeitbestand. 

∙ Nanofulfillment mit Software-Lösungen: Wenn Sie sich für Nanofulfillment entscheiden, müssen Sie auf einem gehobenen Level optimieren. Routen, Transport und Peaks sollten Sie mit logistischer Software planen. 

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