1. Etiketten optimieren logistische Abläufe

1.1 Barcode-Etiketten zur Etikettierung

Der optisch lesbare Barcode besteht aus einzelnen Strichen oder Punkten und dazwischen liegenden Lücken auf Etiketten. Mit optischen Lesegeräten werden die Barcode-Daten maschinell eingelesen und elektronisch weiterverarbeitet. Bei Labels mit Barcodes werden zwei Gruppen unterschieden: eindimensionale 1D-Barcodes und zweidimensionale 2D-Barcodes.
Zwei US-Amerikaner haben 1948 ein Srichcodesystem entwickelt, das die automatische Abfrage von Produktdetails an der Supermarktkasse ermöglichen soll. Aber erst in den Der große Durchbruch für Barcode-Systeme erfolgte allerdings erst in den 1970er Jahren, als die US-amerikanische Supermarktkette Wal-Mart ihre Hersteller aufforderte, ihre Produkte mit einheitlichen Strichcodes zu kennzeichnen. Mit der Zeit haben sich unterschiedliche Barcode-Varianten und -Standards etabliert und heutzutage ist Barcode die am weitesten verbreitete Identifikationstechnologie in der Industrie.
Ein Barcode enthält Informationen, die nach bestimmten Vorschriften verschlüsselt wurden und stellt diese Informationen innerhalb des Barcodefeldes in Form von gefärbten Strichen und farblosen Lücken grafisch dar. Gelesen wird Barcode durch ein optisches Datenerfassungsgerät, wie zum Beispiel einem Scanner (1D-Barcode) oder einem Kamerasystem (2D-Barcode). Für unterschiedliche Farben bzw. Breiten der Striche im Barcode werden elektrische Signale mit unterschiedlichen Stärken bzw. Dauern generiert. Die Signale werden anschließend von einem Decoder in eine Zeichenfolge umgewandelt und an das nachgeschaltete System wie zum Beispiel einen PC übertragen.
In der Industrie verwendet man heutzutage grundsätzlich zwei Typen von Barcodes , das eindimensionale (1D) Barcode zur Erstellung von Etiketten und das zweidimensionale (2D) Barcode zur Erstellung von Etiketten. Das 2D-Code lässt sich wiederum in Stapelcode und Matrixcode unterteilen.

1.2 Die RFID-Technologie zur Etikettierung

Obwohl der Barcode aufgrund seiner Preisvorteile und seiner technischen Zuverlässigkeit Viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche den Markt der Auto-ID Systeme dominiert, wird er in der heutigen Logistik für Lebensmittel vielen Anforderungen nicht mehr gerecht. Er bietet nur begrenzten Informationsgehalt und kann nicht umprogrammiert werden. Außerdem ist seine Lesereichweite sehr beschränkt und eine Pulkerfassung ist nicht möglich. Im Vergleich dazu besitzt die RFID-Technologie alle genannten Vorteile. Daher nimmt die Verbreitung der RFID-Technologie in vielen Branchen stetig zu. Viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche erproben die RFID-Technologie derzeit in Pilotprojekten.
Das RFID-System basiert im Wesentlichen aus den Komponenten Transponder, Schreib-/Lesegerät, Antenne und einer IT-Infrastruktur, die die erfassten Daten verarbeitet und interpretiert.
Der zunehmende Einsatz von RFID ist ein anhaltender Trend in der Logistik. Allerdings betrachtet man RFID gleichzeitig auch kritisch, da sie störungsanfälliger gegenüber Umwelteinflüssen im Vergleich zu anderen Auto-ID Technologien ist.

1.3 Vergleich von RFID Etiekett mit Barcode Etiekett

Der Einsatz von RFID ist ein Megatrend in der Logistikbranche. Die zunehmende Einführung von RFID wird die traditionellen Barcodes allerdings auf keinen Fall vollständig ersetzen.
1.3.1 Vorteile Labelerstellung
Im Gegensatz zu Barcode verfügen RFID-Transponder über enen Datenspeicher mit größerer Kapazität und der Möglichkeit der Überschreibbarkeit.
Zur Identifikation ist keine Sichtverbindung notwendig. Die Lesereichweite ist größer und die Lesegeschwindigkeit ist schneller.
Ein Hauptvorteil von RFID-Systemen ist die Fähigkeit der gleichzeitigen Erfassung mehrerer Transponder (Pulkerfassung). Dies kann beispielsweise durch Beschleunigung zur Optimierung von Logistikprozessen beitragen.
RFID-Transponder sind im Vergleich zu Barcodes unempfindlicher gegenüber Schmutz und leichte Beschädigungen.
Die Daten auf RFID-Transpondern können nur schwer kopiert und manipuliert werden, vor allem wenn Verschlüsselungsmechanismen eingesetzt werden.
1.3.2 Nachteile Labelerstellung
Die Leistung von RFID-Systemen kann stark von Applikationsmaterialien beeinflusst werden, vor allem von Metall. Außerdem wird die Lesereichweite eingeschränkt, wenn sich Flüssigkeiten in der Nähe befinden. In solchen Umgebungen finden spezielle Transponder Anwendung, die vergleichsweise teuer sind.
Die Anschaffungskosten von RFID, vor allem die Stückkosten der RFID-Transponder, sind im Verhältnis höher. Obwohl der Preis vermutlich in Zukunft sinken wird, stehen die Anwender einer item-Level-Identifikation durch RFID wegen des Kostenaufwands noch immer kritisch gegenüber.
Weil RFID mehr Daten speichern und über größere Entfernung übermitteln kann, besteht die Befürchtung, dass Daten zur Überwachung oder Manipulation missbraucht werden könnten. Deswegen ist Datenschutz und -sicherheit ein wichtiges Thema, das man bei der Anwendung von RFID-Systemen berücksichtigen muss.
Eine entscheidende Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der Auto-ID-Technologie in der unternehmensübergreifenden Logistikbranche ist die Entwicklung und Anwendung einheitlicher Standards. In der Industrie sind Labels mit Barcode weit verbreitet und eine weltweite Standardisierung ist weit fortgeschritten. Im Vergleich dazu ist die Standardisierung von RFID-Anwendungen noch unzureichend, was die Implementierung kettenübergreifender Anwendungen erschwert.

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